Es gibt keine zuverlässigen Hinweise auf das Datum der Entstehung des Ortes Sukošan, der etwa zehn Kilometer südlich von Zadar liegt. Jedoch weisen seine außergewöhnliche geografische Lage, in einem geschützten Hafen, dem so genannten „Zlatna Luka“ (Portus aureus, Goldhafen) und die noch im Meer sichtbaren Spuren der rustikalen Villa von Barbir, eine illyrische Festung in Vrčevo, und die alte römischen Wasserversorgung (Vilinski zid), unverkennbar, auf die Möglichkeit der Entstehung während der Zeit der römischen Herrschaft, an der Ostküste der Adria, hin. Leider das erste geschriebene Dokument, in dem Sukošan als Ort erwähnt wird, erst aus dem Jahre 1289. Über die Existenz des Ortes und das Leben im Ort in der vorhergehenden Zeit liegen uns keine Informationen vor.
Die Gemeindekirche von St. Kasijan befindet sich im alten Dorf. Heute ist es ein wunderschönes Gebäude mit Details der Romanik und des Barock, das in dieser Form seit dem 17. Jahrhundert besteht. Laut den Aussagen vieler Historiker, soll die Kirche aber bereits vor der ersten Erwähnung des Ortes im Jahre 1289, in bescheidenerer Form existiert haben. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass der heutige Name des Ortes Sukošan aus dem Namen San Kasijan entstanden ist.
Neben der Kirche wurde viel später, im 20. Jahrhundert, ein Glockenturm nach einem Entwurf des renommierten Architekten und Restauratoren Ciril Iveković gebaut. Die Sukošaner sind besonders stolz auf den wunderschönen Klang ihrer Glocken, die auch heute noch eine wichtige Rolle im Alltag spielen. Der Kirchhof, der "Ispod kampanela", ist umgeben von einer hohen Steinmauer und wird im Sommer eine einzigartige Bühne, auf der schon seit mehreren Jahren Konzerte stattfinden. Das Fest des Hl. Kasijans, des Schutzpatrones von Sukošan, wird am 13. August gefeiert. An diesem Tag tragen die Gläubigen die Statue des Heiligen in einer Prozession durch den Ort.
St. Kasijan (lat. Sanctus Cassianus, Tal. San Cassiano) ist ein Heiliger, der in unserem Volk äußerst selten als Heiliger verehrt wird. Er lebte während der Herrschaft von Kaiser Diokletian, während der Zeit der großen Christenverfolgung. Er war eine herausragender Römer und Christ. Als Bischof wurde er erst aus Tirol vertrieben, wo er das Evangelium predigte und danach, etwa 300 nach Christus, auch aus Rom. Die Heilige Botschaft, gab er vor allem an Jugendliche und Kinder in Imola weiter. Das gefiel aber den römischen Behörden nicht und sie forderten von ihm seine Lehre aufzugeben und ein Opfer für die römischen Götter zu bringen. Als Kasijan verweigerte dieses zu tun, wurde er vom kaiserlichen Gouverneur zur Folter verurteilt, die die Kinder und Jugendlichen, denen er die Lehre des Evangeliums erteilte, ausführen mussten, in dem sie ihn mit seinem Schreibwerkzeug stachen. Diese Folter hat er im Namen von Jesus Christus im Jahr 302 ertragen. Nach seinem Tod wurde er von den Christen in seiner Stadt Imola begraben und wurde danach sofort als Heiliger verehrt. Später wurde er zu einem heiligen Patron der Provinz Tirol.
Wenn Sie über die Autobahn nach Sukošan kommen, werden Sie auf einem Hügel oberhalb der Weinberge und Olivenhaine die kleine Kirche St. Martin sehen, die in alten Zeiten eine Pfarrkirche des mittelalterlichen Dorfes Prljane war.
Das Gebäude mit den stilistischen Merkmalen der Romanik befindet sich im Bereich von Kaštelin. Das Denkmal das aus dem Jahr 1387 stammt, ist Zeuge der aufregenden Geschichte dieser Region und wurde mehrmals bis zu den Grundsteinen zerstört. Das letzte Mal wurde sie von den so genannten Četniks (serbische Nationalisten), im kroatischen Heimatkrieg Ende 1991 zerstört. Die Einwohner und ihre Verteidiger die davon überzeugt sind, dass St. Martin sie in diesen stürmischen Zeiten beschützt hat, haben die Kirche neu aufgebaut und am 11.11.2005 anlässlich des Festes des Heiligen Martins wurde sie geweiht. Jedes Jahr an diesem Tag wird eine Heilige Messe in der Kirche gefeiert.
Der beste Beweis für die Schönheit der Bucht von Sukošan und ihr mildes Klima, ist die erzbischöfliche Sommerresidenz Palac, die durch die Erzdiözese von Zadar, am Ende des 15. Jahrhunderts, mitten in der Bucht, auf einer künstlich aufgeschütteten Insel, erbaut wurde. Hier verkehrten die kirchlichen Würdenträger der Stadt. An diese Zeit erinnern heute nur noch die bescheidenen Reste der Residenz, die die damalige Größe erkennen lassen.
Der Bau wurde vom Zadarer Erzbischof Matheo Valaresso im Jahr 1470 in Auftrag gegeben. Es war ein einstöckiger rechteckiger Palast, mit einer monumentalen Dimension. Ein bedeutendes Beispiel der damaligen Architektur. Während des Krieges zwischen der venezianischen Republik und den Türken, (Kandijski rat, 1645 – 1669)diente die Residenz zum Schutze der Sukošaner vor türkischen Angriffen.
Heute ist die Ruine ein Symbol der Stadt und unser Markenzeichen. Während des Sonnenunterganges bietet sie einen besonders schönen und einzigartigen Anblick. In den Sommermonaten können Sie dort hin schwimmen.
Sie befindet sich im Zentrum des alten Dorfes, gegenüber dem Stadttor „Gornja vrata“, auf dem gleichnamigen Platz. Sie wurde im Jahr 1650 erbaut zum Zeitpunkt des Kandijskischen Krieges und der Pest und ist der heiligen Jungfrau Maria gewidmet, als Zeichen der Dankbarkeit, dass der Ort von der Plage der Pest verschont wurde, die in dieser Zeit in dieser Region wütete.
Sie zeugt von der ewigen Verbindung der Sukošaner mit der heiligen Jungfrau, von der sie in den schwierigen Zeiten geschützt wurden.
In die Kirche wurden Schießscharten eingebaut, auf Grund derer wir schließen können, dass sie auch als Schutzraum im Bereich vor dem Stadttor diente.
Interessant sind auch die Türeinfassungen. Dabei handelt es sich um Reliefs aus dem 9. und 10. Jahrhundert, die ohne Zweifel aus der der alten Kirche von St. Kasijan stammen.
Rund um die Kirche befand sich damals ein Friedhof.
Seiner Zeit war das Tor der Eingang bzw. Ausgang zum befestigten Ort Sukošan und es ist auch der Rest der Schutzmauer, mit der der Ort umgeben war. Es wurde von den venezianischen Behörden im Zeitraum 1468-1470 erbaut und diente zum Schutz des Ortes und der Menschen.
Auf einem Gebäude namens "Biskupija", das heute leider verwahrlost ist, gegenüber der ehemaligen erzbischöflichen Sommerresidenz Palac ist auch heute noch ein herrliches Beispiel der kroatischen Wappenkunst zu sehen. Es ist ein Steinwappen des Vicko Zmajević, dem damaligen Erzbischof von Zadar.

Sukosan liegt 10 km südöstlich von Zadar an der adriatischen touristischen Straße in der Mitte der kroatischen Adriaküste.



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